Hermann Hesse über seinen Großvater Hermann Gundert:

„Er (der Großvater), der Alte, Ehrwürdige, Gewaltige, im weißen Bart, allwissend, mächtiger als Vater und Mutter, er war im Besitz noch ganz anderer Dinge und Mächte, sein war nicht nur das indische Götter- und Spielzeug, (...), er war auch ein Magier, ein Wissender, ein Weiser.
Er verstand alle Sprachen der Menschen, mehr als dreißig, vielleicht auch die der Götter, vielleicht auch der Sterne, (...), kannte die Gebetsübungen der Mohammedaner und der Buddhisten, obwohl er Christ war und an den dreieinigen Gott glaubte.“
Hermann Hesse: Kindheit des Zauberers, Frankfurt 1974, S. 99.

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TERMINE

 

AUSSTELLUNG UND WORKSHOPS in Dresden, 30. März bis 5. Mai 2017 
"WeltReligionen - WeltFrieden - WeltEthos"

Unter dem Motto "Vielfalt bereichert" veranstalten  
Stiftung WeltethosBird Dresden e.V. und die Hermann-Gundert-Gesellschaft

eine Ausstellung mit Workshops sowie eine Podiumsdiskussion. 
Thema ist "WeltReligionen - WeltFrieden - WeltEthos".

Die Öffnungszeiten der Ausstellung entsprechen den Öffnungszeiten der Kreuzkirche Dresden. Sie können sich bei Zusatzveranstaltungen ändern, sind jedoch in der Regel:
Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr
Samstag 10 bis 15 Uhr und
Sonntag 12 bis 18 Uhr 

Die Workshops richten sich insbesondere an Schüler bzw. Schulklassen. Bei Interesse wird um Kontaktaufnahme unter info (at) gundert.org gebeten. 

 

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PROJEKTE (AUSZUG)

 

KODAGU - ANANDAPUR

Stipendiaten:

Für das Austauschprogramm der Hermann-Gundert-Gesellschaft wurden vom 14. bis 18. Juni 2016 in der strukturschwachen Bergregion Kodagu eine Kandidatin und vier Kandidaten ausgewählt. Die Anwärter lernen derzeit Deutsch, bei erfolgreichen Prüfungen sollen sie die Möglichkeit erhalten, in Deutschland ein Praktikum oder Masterstudiengang zu absolvieren. Anschließend sollen sie als Vertrauenspersonen für vorzugsweise mittelständische Unternehmen in Deutschland Brücken zum indischen Markt aufbauen. Die Förderung dient damit der indischen und deutschen Seite.

Missions-Bungalow Anandapur:

In Anadapur steht ein ehemaliger Missions-Bungalow ungenutzt und verfällt. Von ihm aus überblickt man die schöne Bergwelt Kodagus.

Derzeit wird ein neues Nutzungskonzept erarbeitet und mit dem Eigentümer, der Church of South India, darüber verhandelt. Ziel ist, den Bungalow zu renovieren und ihn als Hotel, Hochzeitseinrichtung und Begegnungsstätte zu nutzen.

 

BILDUNGSPROJEKT

Auf einem Hügel bei Talasseri, wo Hermann Gundert einst einen Bungalow bewohnte und er sowie seine Frau Julie SchülerInnen unterrichtete, befindet sich heute "Nettur Technical Training Foundation" [NTTF] und hat mehr als 20 Ableger über ganz Indien verteilt.

Ziel dieses Projektes ist der Austausch von Kurrikula, Lehrkräften und später Schülern bzw. Studierenden (Stichwort "Duale Ausbildung"). Die Studierenden sollen die Möglichkeit erhalten, Deutsch zu lernen. Außerdem sollen mit kleinen und mittelständischen deutschen Unternehmen technische Projekte durchgeführt werden.

 

SCHÜLERPROJEKT DRESDEN

Die HGG initiierte eine Ausstellung in Dresden, welche nun mit starkem Engagement der Stiftung Weltethos ab Frühjahr 2017 durchgeführt wird. Die Ausstellung richtet sich an Bewohner und Touristen der sächsischen Landeshauptstadt, vor allem aber an ihre Schüler. Diese sollen in Workshops und bei einem Ausstellungsrundgang u.a. lernen, dass alle Weltreligionen und ethische Grundsätze einen gemeinsamen Nenner haben: Die Goldene Regel. Außerdem soll die Neugier auf Neues und Anderes geweckt werden.

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MONOLOG-DIALOG-TRIALOG & EIN GUNDERT-KINDERBUCH

Die Gundert-Biografie "Monolog - Dialog - Trialog" von Albrecht Frenz wurde von Katrin Binder ins Englische übertragen. Nun wurde sie von N.P. Hafiz Mohamad ins Malayalam übersetzt und in Zusammenarbeit von Muslimen, Hindus und Christen in Kerala herausgegeben. Die Veröffentlichung des Buches fand am 2. Dezember 2016 in Kozhikode im Beisein von u.a. Historikern und Politikern statt.

Der Übersetzer, N.P. Hafiz Mohamad, ist Professor für Soziologie und Schriftsteller. Er wird nun ein Kinderbuch über Gundert auf Malayalam schreiben. Dieses soll dann ins Deutsche übersetzt werden.

 

MEDIZIN WEST TRIFFT MEDIZIN OST

Während westliche Medizin vielfach schnelle Besserung verspricht, verhilft die östliche oftmals zur nachhaltigen Heilung. Die Vorteile der beiden unterschiedlichen Herangehensweisen sollen durch Austausch von Ärzten und medizinischem Personal kombiniert werden. Das Pilotprojekt startet mit einer orthopädischen Praxis bei München und einer Klinik in Kozhikode.