Hermann Hesse über seinen Großvater Hermann Gundert:

„Er (der Großvater), der Alte, Ehrwürdige, Gewaltige, im weißen Bart, allwissend, mächtiger als Vater und Mutter, er war im Besitz noch ganz anderer Dinge und Mächte, sein war nicht nur das indische Götter- und Spielzeug, (...), er war auch ein Magier, ein Wissender, ein Weiser.
Er verstand alle Sprachen der Menschen, mehr als dreißig, vielleicht auch die der Götter, vielleicht auch der Sterne, (...), kannte die Gebetsübungen der Mohammedaner und der Buddhisten, obwohl er Christ war und an den dreieinigen Gott glaubte.“
Hermann Hesse: Kindheit des Zauberers, Frankfurt 1974, S. 99.

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Die Hermann-Gundert-Gesellschaft e.V. Stuttgart fördert den interkulturellen Dialog in der Tradition Hermann Gunderts.

Die HGG nimmt Anteil an den Opfern und Hinterbliebenen der gegen die Menschheit gerichteten Begebenheiten in der jüngeren Vergangenheit im In- und Ausland. Sie sind Zeichen für Vorurteile und zu wenig Miteinander. Gleichzeitig heben sie die Bedeutung des interkulturellen Dialogs hervor.

Die Hermann-Gundert-Gesellschaft unterstützt den interkurlturellen Dialog - für ein gutes Miteinander aller Menschen. 

 

AUSWAHL AN STUDENTEN

Für das Austauschprogramm der Hermann-Gundert-Gesellschaft wurden vom 14. bis 18. Juni 2016 in der ärmlichen Bergregion Coorg eine Kandidatin und vier Kanditaten sowie ein weiterer Kandidat in Kozhikode ausgewählt. Die sechs Anwärter werden im kommenden Jahr Deutsch lernen und bei erfolgreichen Prüfungen die Möglichkeit erhalten, in Deutschland ein Praktikum oder Masterstudiengang zu absolvieren. Sie sollen anschließend als Vertrauenspersonen für vorzugsweise mittelständische Unternehmen in Deutschland Brücken zum indische Markt aufbauen. Die Förderung will damit der indischen und deutschen Seite helfen.

 

NEUERSCHEINUNG GUNDERT-JUBILÄUMSBAND

Hermann Gundert war Brückenbauer zwischen Nationen, Bevölkerungsschichten, Religionen. Unter Indern ist Gundert bis heute beliebt und viel zitiert. So sagen Keralesen, wenn sie etwas nicht wissen: "Schlag's im Gundert nach."

Hermann Gundert ist ein Musterbeispiel, wie Migration und ein fruchtbares Zusammenleben auch unter nach außen gegensätzlich erscheinenden Gruppen möglich ist. Was seine Persönlichkeit ausmacht, hat bis heute an Aktualität nichts verloren und kann im neu erschienenen Jubiläumsband nachgelesen werden. Im hochwertigen Hardcover finden sich u.a. Referate des Gundert-Hesse-Seminar vom Mai 2014 in Calw sowie Bilder von Ausstellungen zu Hermann Gundert.

Der Jubiläumsband kann ab sofort bestellt werden über info@gundert.org oder über die Geschäftsstelle der HGG [Einzelpreis 15,-€; HGG-Mitglieder 12,-€ zzgl. Versand].

 

GUNDERT-LEHRSTUHL IM OKT. 2015 ERÖFFNET

Die Universität Tübingen hat zusammen mit der Thunchath Ezhuthachan Malayalam University in Tirur einen "Gundert-Chair" eröffnet. Erster Lehrstuhlinhaber ist Prof. Dr. Scaria Zacharia, der zahlreiche Werke zu Hermann Gundert veröffentlichte.

Ganz im Sinne Gunderts ist die enge Zusammenarbeit deutscher und indischer Studenten. Eines der Projekte sieht die Digitalisierung der Schriften und Werke Gunderts vor, welche über das Internet allen Nutzern zugänglich gemacht werden soll.

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HERMANN HESSE UND SEIN GELIEBTER GROSSVATER HERMANN GUNDERT

Von seinem Großvater hat Hermann Hesse sein Interesse an Indiens Kultur. Wie eng sich die beiden standen, verdeutlicht der Film Geniereisle von Basim Abu.

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"Geniereisle" zeigt den Gang Hermann Hesses
zu seinen Eltern und seinem Großvater, nachdem er aus dem Seminar in Maulbronn ausgerissen war.